Historie

Geschichte der Wachsfabrik

1812 Von der Firma Henkel als chem. Fabrik zur Herstellung von Bleich- und Waschmittel
gebaut.
1914 Pulver- und Munitionsfabrik
1918 Likör- und Schnapsfabrik
1930 Die Rheinische Wachsindustrie Otto Josef Menden und Peter Pazen GmbH erwirbt das Gelände.
1935 Munitionsfabrik
1945 Wachsfabrik
1977 Vergleich wird angemeldet, das Gelände wird an den heutigen Eigentümer verkauft, ein Teil der Kerzenproduktion wird im vorderen Fabrikteil weitergeführt.
2012 In der ehemaligen Fabrikantenvilla entsteht die Kita MyDagis.
2013 Das Kulturamt lässt die bestehenden Verträge der im vorderen Teil des Geländes gelegenen Ateliers nach 32 Jahren auslaufen, diese werden seitdem vom Eigentümer direkt vermietet.

Chronologie des Kunstzentrums

1979 — Im März 1979 mietet der Maler und Kunsterzieher Michael TeReh die ehemalige und teilweise leerstehende Kerzenfabrik an und sucht Künstler die Interesse haben sich an diesem Projekt zu beteiligen.
Kurz darauf beginnen die ersten acht Bewohner die gemieteten Hallen / Räume, auf eigene Initiative aus- bzw. umzubauen. Einer der Gründer von damals, der Maler und Illustrator Josta Stapper lebt und arbeitet heute noch in der Wachsfabrik.

Im Oktober 79 wird die öffentliche Einweihungsfeier des „Kunstzentrum Wachsfabrik“mit einer Ausstellung der Künstler gefeiert.
Auf Initiative von Klaus Jürgen Pfeiffer, Architekt und Mitbewohner, und dem Arzt Dr. Peter Steimel gibt es im Herbst des gleichen Jahres den ersten Folktreff in der Halle, der dann an jedem ersten im Monat stattfindet.

1980 — Unter der organisatorischen Leitung des Malers Günter Gritzner, der ebenfalls in der Wachsfabrik lebt und arbeitet, findet bis 1984 ein vielseitiges Kulturprogramm mit Ausstellungen, Theateraufführungen und Konzerten statt.
Zur Unterstützung der Kulturarbeit wird der Förderverein „Freunde des Kunstzentrum Wachsfabrik e.V.“ gegründet, der 1991 aufgelöst wird.

1981 — wird die Kerzenproduktion im vorderen Teil des Fabrikgebäudes endgültig eingestellt.
Auf Grund der Kulturarbeit der schon bestehenden Ateliergemeinschaft, beschließt das Kulturamt der Stadt Köln dort ehemalige Lager und Produktionshallen für Künstler/innen anzumieten.
Ein großer Teil der sieben dort neu entstandenen Räumlichkeiten sind für die darstellenden Künste vorgesehen. Dort zieht zunächst das „OffOff Theater“ und später das Jugendtheater „Die Kugel“ ein. Zwischenzeitlich wird hier auch eine TV Serie aufgezeichnet.

1982 — Als Kommunikationsraum entsteht für Künstler/innen und Besucher des Kunstzentrums das „Café in der Wachsfabrik“.

1983 — Auflösung der bisherigen Gesellschaft und Gründung der jetzigen GbR „Ateliergemeinschaft Kunstzentrum Wachsfabrik“, bestehend aus der Ateliergemeinschaft des hinteren Teiles der Wachsfabrik.

1985 — übernimmt der Maler und Metallbildhauer Hubert Fabian, der seit 1984 ein Atelier in der Wachsfabrik bewohnt, die Organisation des Kulturprogramms mit einer neuen Konzeption die den Schwerpunkt auf Rauminstallationen legt. Hubert Fabian lädt dazu Künstler aus Deutschland und dem Ausland ein, um die große Ausstellungshalle mit ihrem eigenen besonderen Reiz zu nutzen.

1993 — Auf Grund von Mieterhöhungen für die GbR wird die Ausstellungsaktivität eingestellt und die Halle untervermietet. Hubert Fabian legt somit sein Amt als Kurator der Ausstellungen nieder.
Die Wachsfabrik verschwindet aus dem Blick der Öffentlichkeit.

1994 — wird das Jugendtheater „Die Kugel“ von der Kölner Tanzagentur abgelöst

2002 — wird die Performance „Abgebrannt“ als Gemeinschaftsprojekt in der ausgebrannten Ruine des Keramikateliers aufgeführt.

2006 — erstmals wieder präsentieren die hier ansässigen Künstler und Künstlerinnen ihre Arbeiten in einer Gemeinschaftsausstellung der breiten Öffentlichkeit im Rahmen eines Kultur Wochenendes mit Live Konzert und Tanzimprovisationen vom Choreographen Netzwerk Barnes Crossing, die die Räumlichkeiten der Kölner Tanzagentur in diesem Jahr übernommen haben.

2007 — Im Frühjahr: 25 jähriges Jubiläum „Café in der Wachsfabrik“ und Gemeinschaftsausstellung mit Gamelan Konzert.
Im Herbst: Gemeinschaftsausstellung in der zur Zeit freien Ausstellungshalle mit einer Sonderausstellung der in der Wachsfabrik lebenden Kinder im Vorraum zur Halle.

2009 — 30 jähriges Jubiläum „Kunstzentrum Wachfabrik“ als Sommerfest mit Gemeinschaftsausstellung, Einweihung des Skulpturengarten, Performance und Musik.

2010 —der „Kunstsonntag in der Wachsfabrik“ an jedem ersten Sonntag im Monat mit den für interessierte Besucher geöffneten Ateliers und wechselnden Gastkünstlern etabliert sich.

2011 — Frühlingsfest mit offenen Ateliers, Live Acts auf einer Open Air Bühne, BronzeWorkshop , offenen Tanzproben, Theaterkurse für Kinder und Erwachsene sowie die Performance zur Installation „Auslichtung“ der Kunstgruppe W170.
Im Herbst: Kunstkultur – Lesungen in den Ateliers der Wachsfabrik u.a. mit Mary Bauermeister , Barbara Zoschke , Sara Reichelt und Thomas Linde.

2013 — Fest im Rahmen der offenen Atelier Tage der BBK linksrheinisch mit Live Konzert.

2013 – 2016 — „Galerie Phoenix“ in der ehemaligen Ausstellungshalle mit nationalen sowie internationaler Künstlern und Künstlerinnen.

2014 — Einweihung des „offenen Bücherschrankes“ in der Wachsfabrik mit für die Besucher geöffneten Ateliers und Live Musik.

2017 — Open Air Musik Festival Tage.

2019 — Aufforderung zur Unterlassung des Jubiläumsfest zum 40-jähriges Bestehen des „Kunstzentrum Wachsfabrik“.

2020 — Traditioneller Neujahrsempfang mit geöffneten Ateliers im Rahmen des ersten Kunstsonntages des Jahres. Aussetzung der Kunstsonntage im April und Mai wegen des Corona Virus.

 


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